Nikosia Sehenswürdigkeiten

Die zyprische Hauptstadt Nikosia gilt als die letzte geteilte Hauptstadt der Welt. Die ca. 235.000 Einwohner der Stadt sind durch eine mitten durch die Stadt verlaufende Mauer getrennt, deren Grenzübergang mittlerweile an sich eine Sehenswürdigkeit mit politischer Dimension darstellt und Nikosia in einen türkisch bewohnten Norden und einen griechischen Süden unterteilt. Darüber hinaus bietet die Stadt Nikosia viele Sehenswürdigkeiten, die Zeichen für Kultur und Geschichte Zyperns sind.

Nikosias Altstadt

Die Altstadt Nikosias beherbergt die meisten historischen Sehenswürdigkeiten. Sie selbst wird zudem von einer venezianischen Festungsmauer, die im 16. Jahrhundert errichtet wurde und knapp fünf Kilometer lang ist, umrundet. Die Mauer um Nikosia verfügt über elf Bastionen, die heute noch erhalten sind.

Befreiungsdenkmal und Zypernmuseum

Sehr eindrucksvoll ist auch das Befreiungsdenkmal, welches 1960 aufgestellt wurde und an das Ende der britischen Kolonialherrschaft erinnern soll. Das Denkmal ist eine Art Gefängnisbau aus strahlend weißem Marmor. Darauf weist die als Frauenstatue dargestellte Freiheit zwei Soldaten an, das Gatter des Gefängnisses zu heben und so die Gefangenen freizulassen. Diese sind ebenfalls in stilisierten Form als Statuen zu sehen, die zu beiden Seiten des Gefängnisses die Treppen hinaufsteigen und so symbolisch ihre Gefangenschaft verlassen.

Im Südwesten der Stadt befindet sich das wichtigste Museum der Stadt, das Cyprus Museum, also Zypernmuseum. Es bietet dem Besucher ein geschlossenes Bild von der Kulturgeschichte Zyperns, die mehrere Jahrtausende zurück reicht. Von Exponaten aus der Jungsteinzeit bis hin zu Relikten aus der byzantinischen Epoche ist hier für jeden geschichts- und kulturinteressierten Besucher genug für einen ganzen Tag zu bestaunen.

Kirchen im Süden von Nikosia

Auch zahlreiche orthodoxe Kirchen können Touristen im südlichen Nikosia besichtigen. Die größte unter ihnen ist vermutlich die Faneromeni-Kirche. Genauso sehenswert ist allerdings auch die Johannes-Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert. Die zypriotischen Kirchen sind generell meist reich verziert und zeigen verschiedene kunstvolle Heiligen- und Marienbilder.

Mehr als 150 christliche Ikonen können auch im Ikonenmuseum von Nikosia besichtigt werden. Das Museum liegt direkt am Erzbischöflichen Palast an und seine Sammlung ist eine der bedeutendsten der Welt.

Nikosias Nordteil

Auch der türkische Norden Nikosias hält einige Sehenswürdigkeiten bereit, wie etwa die Karawanserei Büyük Han, die wahrscheinlich das älteste türkische Gebäude in der gesamten Stadt darstellt. Interessant ist auch der zentrale Atatürk Platz, auf dem man tatsächlich das Antlitz Kemal Atatürks bewundern kann. Inmitten des Platzes steht außerdem eine venezianische Säule.

Selimiye-Moschee

Auch im Norden Nikosias gibt es viele religiöse Bauwerke. Hier laden statt orthodoxer Kirchen jedoch türkische Moscheen zum Sightseeing ein. Die bekannteste unter ihnen ist die Selimiye-Moschee. Sie wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert als Sophienkathedrale erbaut, 1571 dann aber von den Türken in ein muslimisches Gotteshaus umgewandelt. Die heutige Moschee stellt ein Meisterwerk der gotischen Baukunst dar.

Sultan-Mahmut-Bibliothek

Ein weiterer kultureller Höhepunkt auf einer Tour durch Nord-Nikosia ist die Bibliothek des Sultans Mahmud II. Sie beherbergt eine große Sammlung islamischer Schriftstücke. Hier kann die besonders eindrucksvolle islamische Buchkunst bestaunt werden, die mit marmoriertem Papier, kostbaren Ledereinbänden und meisterhaften Verzierungen aufwartet.