Landschaft und Dörfer

Denkt man an Zypern, so stehen meist zunächst die politischen Unruhen oder weiße Strände und blaues Mittelmeer im Vordergrund. Doch Zypern ist eine Insel mit vielen Gesichtern und diese offenbaren sich vor allem in der Landschaft.

Da eröffnen sich die fruchtbaren Ebenen von Mesaoria oder die die Bergmassive des Kantara- und Troodosgebirge. Zu den berühmtesten landschaftlichen Ereignissen gehört sicher das Troodosgebirge mit dem Olymp. Einst einem Vulkan entsprungen bietet das Troodosgebirge die berühmten „Kaledonischen Wasserfälle“, die sich über wilde Felsanordnungen zwischen den Bäumen nach unten ergießen. Das angenehme Klima im Gebirge ist für Wanderer Versuchung pur. Doch nicht nur Natur ist hier zu finden. Malerisch fügen sich größere und kleinere Dörfer, wie Agros, Moutoullas oder Pedhoulas, in das Gebirgsmassiv ein und empfangen gastfreundlich Reisende. In vielen Dörfern finden sich Bauwerke, die heute zum UNESCO-Welterbe gehören.

Das Kantaragebirge heißt eigentlich Pentadaktylos. Allerdings hat die, in etwa 700m Höhe malerisch gelegene, Burgruine Kantara den Zweitnamen geprägt. Hobbyarchäologen finden hier reiche Ausbeute. Neben Kantara findet man hier nämlich auch noch eine gotische Abtei und andere Burgen, wie die St. Hilarion oder Buffavento.

Die fruchtbaren Ebenen von Mesaoria sind eigentlich uralte Schwemmlandgebiete. Aber genau das macht diese Ebene auch so unendlich fruchtbar. Hier wandelt man unter Bananenstauden und Orangenbäumen, schreitet durch Auberginen- und Tomatenfelder.

Zu den außergewöhnlichsten landschaftlichen Sehenswürdigkeiten dürften die beiden Salzseen gehören. Während sich der eine in der Nähe von Larnaka bildete, ist der andere bei Limassol zu finden.

Die größten Flüsse Zyperns sind der Pedias, der Dhiarizos und der Serrakhis. Um diese zu bewundern, muss man allerdings die Insel im Winter besuchen, da die Flüsse zur Sommerzeit kein Wasser führen.

Reden die Zyprioten von den „Bädern des Adonis“, dann sind nicht etwa moderne Badeanlagen gemeint, sondern zwei kleine Seen, die sich am unteren Ende von Wasserfällen befinden und mit ihrem türkisfarbenen Wasser und der wildromantischen Umgebung echte Edelsteine der Insel sind.